Naturschutz ist langfristig auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen und muss deshalb oft auch kurzfristig spürbaren Nutzen bringen. Deshalb wurden die angrenzenden Dörfer von Anfang an in das Projekt miteinbezogen. Leute aus den anliegenden Dörfern haben Vorrang bei allen Arbeitsplätzen, auch wenn das den Ausbildungsbedarf enorm erhöht, da der Bildungsstand in den Dörfern allgemein sehr niedrig ist. Vor allem Frauen haben in der vorwiegend islamischen Gesellschaft Sansibars wenig Alternativen.
Ab 1992 wurden frühere Fischer aus den angrenzenden Dörfern als Park-Ranger ausgebildet und auf der Insel stationiert. Seitdem arbeiten sie eng mit der Parkverwaltung zusammen, tragen volle Verantwortung für den Schutz der Insel und berichten wöchentlich über Vorkommnisse und Beobachtungen im Unterwasserpark und im Waldreservat. Als erste Afrikaner wurden sie 1994 Zeuge des spektakulären Ablaichens der Korallen (Coral spawning).
Die Ranger spielen auch eine entscheidende Rolle bei Umweltbildungsprogrammen in den Dörfern und bei Schulausflügen auf der Chumbe Insel, die wir regelmässig durchführen (Mehr Details siehe Umweltbildungsseite)
Sie arbeiten bei Forschungsarbeiten auf der Insel mit und halfen besonders auch bei der Ausrottung der Rattenplage. Sie wurden für meeresbiologische Schnorchelführungen durch die Unterwasser- und Wattlehrpfade im Riff ausgebildet. Besonders gerne bringen sie Gästen das Schnorcheln bei und ziehen sie auf Wunsch auch an Rettungsringen mit angehängten Informationstafeln (Floating Information Modules) über die schönsten Korallengärten!





















