Die gefährdete Aders Ducker-Zwergantilope (Cephalophus adersi) ist in ihrem Ursprungsgebiet auf dem afrikanischen Festland, den kenianischen und tansanischen Küstenwäldern, wahrscheinlich ausgestorben. Heute gibt es nur noch eine kleine Restpopulation auf der Insel Sansibar, die dort aber, obwohl offiziell geschützt, wegen der fortschreitenden Zerstörung ihres Lebensraumes und Wilderei ebenfalls hochgradig bedroht ist. Sie gilt inzwischen als die seltenste Antilope der Welt.
Auch auf der Chumbe-Insel jagten einheimische Jäger die Zwergantilopen schon in den 50er Jahren bis zur Ausrottung. Eine im Jahre 1996 durchgeführte Studie wies jedoch nach, dass dort weiterhin genügend Nahrungspflanzen für diese Antilopenart vorkommen und die Bedingungen für eine Wiederansiedlung auch sonst ideal sind. Weil die Tiere nur noch auf Chumbe wirksam vor Verfolgung geschützt werden können, wandte sich die Umweltbehörde an CHICOP, um auf der Insel ein Schutzgebiet für die Ducker einzurichten.
Auch die erfolgreiche Ratten-Ausrottungs-Kampagne führte zu einer weiteren drastischen Regeneration der Flora des Waldes und verbesserte die Bedingungen für die Einrichtung des Schutzgebietes zusätzlich. Deshalb konnte die erste Ducker-Antilope im Dezember 1997 nach Chumbe gebracht werden. Inzwischen wurden in Zusammenarbeit mit der sansibarischen Forstbehörde und dem Tierpark München-Hellabrunn drei weitere Antilopenpaare erfolgreich auf der Insel angesiedelt. Der Bayrische Rundfunk dokumentierte diese Ansiedlung in einem 45minütigen Fernsehfilm.
Seitdem überwachen spezielle Sensorkameras im Wald Verbreitung, Futterverhalten und Wohlergehen dieser seltenen und extrem scheuen Zwergantilopen.
Für dieses Projekt erhielt CHICOP personelle, technische und finanzielle Unterstützung von der Forstbehörde der sansibarischen Regierung, dem Tierpark München-Hellabrunn, der Mammal Ecology Research Group (MERG), Royal Holloway University London, der Chicago Zoological Society (CZS), Eco-tec (Zanzibar) Ltd., dem World Wide Fund for Nature (WWF), Fauna and Flora International (FFI), der British Ecological Society (BES), und British Airways.
Allen vielen Dank!

















