Schon seit 1992 wird im Unterwasserpark nicht mehr gefischt. Weltweit sind heute vollständig erhaltene Flachriffe wegen der rapide zunehmenden Umweltzerstörung leider sehr selten geworden, und das Chumbe-Korallenriff ist wahrscheinlich einzigartig in Ost-Afrika.
Da die Korallen bis dicht unter die Wasseroberfläche wachsen (in 1-3 Meter Tiefe je nach Tidenstand), können Sie die Wunder der Unterwasserwelt schon mit Schnorcheln erkunden, die normalerweise nur Tauchern zugänglich sind. Wenn Sie gern etwas mehr in die Tiefe gehen, bietet Chumbe auch einen 16m tiefen Riffhang entlang des Schutzgebietes.
Da hier jahrelang nicht gefischt wurde, haben die Meeresbewohner gegenüber den wenigen Schnorchlern keine Scheu mehr. Fische werden auch nicht gefüttert. Deshalb ist die Vielfalt der Fischarten unglaublich und ihr Verhalten sehr natürlich. Halten Sie Ausschau nach:
- Fledermausfischen, die Schnorchlern (vielleicht aus Neugier?) gerne in dichtem Abstand folgen.
- Oscar, dem metergrossen Kartoffelzackenbarsch, der in einer fünf Meter tiefen Höhle lebt. Er ist schon zu alt, um Menschen noch zu trauen, seien Sie also geduldig, wenn Sie ihn entdecken wollen.
- Louise, einer ortsansässigen Meeresschildkröte, die sich regelmässig ihre Nahrung im Riff sucht. Wenn Sie mit Ihren Armen die langsamen, rudernden Bewegungen ihrer Vorderflossen nachahmen und dabei die Beine stillhalten, können Sie die Schildkröte über eine längere Strecke begleiten, ohne dass sie sich gestört fühlt.
- den riesigen Langusten, die unter Korallenstöcken hervorgucken und Sie mit ihren langen, weissen Fühlern abtasten, wenn Sie näher kommen.
- den zahlreichen Blaupunkt-Stachelrochen, die sich offenbar für unsichtbar halten, wenn sie sich mit einer dünnen Schicht Sand bedecken. Doch das sind sie nicht.
- Schwärmen von Delphinen, die vom reichhaltigen Nahrungsangebot angelockt werden.
- den farbprächtigen Papagaienfischen, die im Riff umherstreifen und mit einem deutlich kratzenden Geräusch an den Korallen knabbern.
- und vielen anderen Fischen, mehr als 370 Arten insgesamt, u.a. Zackenbarsche, Kaiserfische, Schmetterlingsfische, Drücker, Koffer- und Igelfische, Süsslippen, Einhornfische, Trompetenfische, Rotfeuerfische, Wimpelfische ...
Watt- und Höhlen-Lehrpfade
Machen Sie bei Ebbe einen Spaziergang am Strand entlang um die ganze Insel herum, und untersuchen Sie die Wasserlöcher und Felsspalten, wo Jungfische und Myriaden von Krebsen, Schalentieren, Seesternen, Austern und anderen Wirbellosen auf die Wiederkehr der Flut warten. Oder erkunden Sie den Naturlehrpfad, der in eine grosse, von Mangroven überwachsene und von riesigen Affenbrotbäumen überschattete offene Höhle führt, in der das Meerwasser mit den Gezeiten steigt und fällt. Entdecken Sie Tiere und Pflanzen, die sich diesen besonderen Bedingungen angepasst haben.
Mehr Informationen dazu auf der Unterwasserpark Seite.


















